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Meditation

Die grundlegendste Erfahrung, die du machen kannst

Stell dir vor, du schließt deine Augen und innerhalb weniger Minuten tauchst du ein in einen Zustand vollkommener Balance und Stille. Du fühlst dich ganz zuhause. Alles ist so, wie es sein sollte und es fehlt dir an nichts. Du fühlst dich wohlig, eins mit allem – groß und ausgedehnt – verbunden mit dem Universum. Dabei absolut glücklich und ganz bei dir. Nichts aufgesetztes oder aufregendes – es ist ruhig und fließend. Keinerlei innere Anspannung. Dein Körper hat keine Bedürfnisse – noch nicht einmal nach viel Sauerstoff oder sonst irgend etwas anderem. Du bist hellwach! Deine Bewusstheit ist weit ausgedehnt – du bist dir deiner selbst und deiner Umgebung intensiver bewusst als jemals zuvor. Dein Körper fühlt sich leicht an und scheint weit über seine gewohnten Grenzen hinaus zu reichen. Alles ist angenehm. Der Zustand könnte für immer so bleiben…

Deine Bewusstheit ist weit ausgedehnt – du bist dir deiner selbst und deiner Umgebung intensiver bewusst als jemals zuvor.

Worte können den Zustand von reiner Transzendenzerfahrung nur sehr unvollständig beschreiben. Dieser Zustand ist so grundlegend anders, als alles was wir sonst erfahren – und dennoch vollkommen natürlich und einfach. Man muss ihn erlebt haben, um ihn zu verstehen. Das beste ist: JEDER kann ihn erfahren! Das menschliche Gehirn und Nervensystem sind so strukturiert, dass sie diese Erfahrung ermöglichen. Wir müssen ihnen nur die Gelegenheit dazu geben. Wir müssen die richtigen Anfangsvoraussetzungen schaffen und der Rest passiert fast von selbst – weil es in der Natur der menschlichen Existenz liegt, diese Erfahrung zu machen. Es ist quasi der Grundzustand eines jeden Menschen. Nur haben wir verlernt, ihn zu leben. Für jedes Kind, dass in diese Welt geboren wird, ist es das natürlichste der Welt. Aber es hat ja keinen Vergleich und noch keine ausgeprägte Fähigkeit zur Reflexion. So wundert es sich nur, dass die Schönheit und Leichtigkeit des Lebens allmählich verloren geht. Denkt sich vielleicht, dass dies „normal“ so ist… wenn es überhaupt darüber nachdenkt…

Diese Erfahrung wird in allen Kulturen beschrieben

Interessanterweise taucht die Beschreibung so eines Bewusstseinszustands in den überlieferten Schriften und Erzählungen sehr vieler Kulturen auf. In der buddhistischen Tradition kennt man den auch im Westen weit verbreiteten Begriff „Nirvana“. In der indisch-vedischen Yoga-Tradition nennt man ihn „Samadhi“ und auch in den westlichen Psychologie spricht man vom „Flow“-Zustand, der mit ähnlichen Attributen beschrieben wird – um nur einige zu nennen. Diese Erfahrung ist also überhaupt nichts neues – im Gegenteil – sie ist seit Jahrtausenden ein fester Bestandteil der menschlichen Erfahrungswelt.

Diese Erfahrung ist überhaupt nichts neues – im Gegenteil – sie ist seit Jahrtausenden ein fester Bestandteil der menschlichen Erfahrungswelt…

Um so überraschender ist es, dass die Erfahrung reiner Bewusstheit im Laufe der Jahrhunderte fast vollkommen in Vergessenheit geraten ist. In den westlichen Kulturen mehr als in den östlichen, wo die Kultivierung des nach-innen-gehens weiterhin ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens war.

Im Westen hingegen haben sich die Menschen – so scheint es jedenfalls – überwiegend ganz in der Welt der äußeren Phänomene verloren. Nur in wenigen Klöstern hat die Tradition der vertieften Innenschau überlebt. So wird Meditation bis heute von vielen als etwas angesehen, dass hauptsächlich von Mönchen praktiziert wird.

Der gesellschaftliche Mainstream hatte diesen Aspekt des menschlichen Lebens praktisch ganz aus den Augen verloren. Erst mit der Hippiezeit Ende der 1960er Jahre keimte der Wunsch nach einem Durchbrechen und „Aussteigen“ aus der begrenzten Realität des Alltags-Bewusstseins wieder auf. Und auch in dieser Zeit wurde wiederrum nach Osten geschaut, um die Kultur der tiefen geistigen Versenkung wieder zu entdecken. So kam es, dass seitdem Yoga und Buddhismus einen riesigen Aufschwung erleben – und immer weitere Verbreitung gefunden haben.

Der gesellschaftliche Mainstream hatte diesen Aspekt des menschlichen Lebens praktisch ganz vergessen.

Interessant finde ich, dass fast jeder Mensch eine Art inneres Gespür dafür hat, welches sich in einen schwer definierbaren Gefühl äussert, dass ihm irgendetwas im Leben fehlt. Die wenigsten können es genauer beschreiben – wie auch, wenn es ihnen niemals vermittelt wurde. Wem es gelingt, ganz genau in sich hinein zu schauen, der kann es am ehesten erahnen.

Aber selbst dann braucht es meiner Erfahrung nach einen starken inneren Impuls, um die Erfahrung transzendentalen Bewusstseins zu kultivieren – so stark ist der Reiz der äusseren Welt. Selbst ein Mensch, dem in der Theorie vollkommen klar ist, dass ihm nur die Erfahrung von transzendentalem reinen Bewusstsein vollkommene Erfüllung bringen wird, kann sich so sehr in seinem Alltag verlieren, dass er dieses sein Leben lang vergisst!

Dennoch: die Erfahrung selbst ist vollkommen natürlich und selbstverständlich. Entgegen der weit verbreiteten Ansicht, erfordert es kein wochen-, monate- oder sogar jahrelanges Üben… wenn man eine geeignete Methode wählt…